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Camino Aragónés

Der Camino Aragónés ist ein ca. 170 km langer Abschnitt des Jakobswegs, der vom Col du Somport an der französisch-spanischen Grenze nach Puente la Reina führt und die Pyrenäen mit dem Camino Francés verbindet.

Distanz
170
km
Dauer
6-8
Tage
Aufstieg
3300
m

Über den Camino Aragónés

Der Camino Aragonés ist eine der ältesten und weniger frequentierten Pilgerrouten des Jakobswegenetzes. Er beginnt am Somportpass (1.632 m) an der französisch-spanischen Grenze und führt in 6 Etappen über 170 Kilometer durch die atemberaubende Bergwelt der Pyrenäen nach Puente la Reina in Navarra, wo er sich mit dem Camino Francés vereint. Der Weg folgt teilweise dem historischen Verlauf der Via Tolosana und wird von Pilgern vor allem wegen seiner Einsamkeit, der beeindruckenden Naturlandschaft und der Nähe zum Rio Aragonés geschätzt.

Die Route durchquert die Provinzen Huesca, Zaragoza und Navarra und verbindet mittelalterliche Dörfer wie Jaca, Arrés, Ruesta und Sangüesa mit bedeutenden romanischen Klöstern, darunter San Juan de la Peña und Santa Cruz de la Serós. Mit großen Höhenunterschieden und wenigen Pilgern ganzjährig bietet der Aragonesische Weg eine authentische und anspruchsvolle Alternative zum überlaufenen französischen Hauptweg. Historisch folgt der Weg antiken Römerstraßen und wurde von Pilgern aus Nordostfrankreich und Italien genutzt, um die Pyrenäen zu überqueren.

Heute ist er ein Geheimtipp für erfahrene Pilger, die Ruhe, Natur und kulturelle Tiefe suchen.

christlich bergig kulturell landschaft

Beste Reisezeit

Wärmere, stabilere Witterung ohne die Hitze des Hochsommers; Schneefreiheit auf dem Somport und angenehme Temperaturen für die Höhenmeter rund um San Juan de la Peña; außerhalb der Sommerferien deutlich weniger Pilger und geöffnete Herbergen/Restaurants in den Dörfern.

Mai Jun Sep Okt

Meiden: Hochsommer (Juli–August) wegen Hitze auf den offenen Hochebenen und Winterzeit (Dezember–März) wegen möglicher Schneereste am Col du Somport und geschlossenen Services.

Klima

Frühling Ideal für Wanderungen
Sommer Warm, teils heiß
Herbst Angenehm, goldene Farben

Highlights

Somportpass – Grenzübergang in den Pyrenäen

Der 1.632 Meter hohe Pass markiert den Startpunkt und einen der ältesten Pyrenäenübergänge zwischen Frankreich und Spanien. Von hier aus eröffnet sich eine herrliche Aussicht in das aragonesische Tal.

Rio Aragonés – Flussbegleiter des Weges

Der blaugrüne Fluss begleitet den Pilger über weite Strecken und schafft eine wunderbare Verbindung zur Natur. Mehrfach führt der Weg direkt am Ufer entlang.

Kloster San Juan de la Peña

Eines der bedeutendsten Klöster Spaniens liegt dramatisch in eine Felswand gebaut und ist ein Abstecher vom Hauptweg wert. Es beherbergt reiche kunsthistorische Schätze.

Templerkirche Santa María de Eunate

Die achteckige romanische Kirche steht einsam in der Landschaft kurz vor Puente la Reina und ist architektonisch einzigartig. Sie ist ein Kleinod am Jakobsweg.

Mittelalterliche Dörfer – Arrés und Ruesta

Diese authentischen Bergdörfer zeigen traditionelle aragonesische Architektur und bieten Einblick in das ländliche Leben. Arrés thront malerisch auf einem Hügel.

Pyrenäen-Berglandschaft

Die Route durchquert die ruhige und wunderschöne Bergwelt mit großen Höhenunterschieden, dichten Wäldern und weiten Ausblicken. Besonders die Selva de Oza bietet unberührte Naturerlebnisse.

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