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Camino de San Rosendo

Der Camino de San Rosendo ist ein circa 240 km langer christlicher Pilgerweg in Galicien, der historische Klöster, romanische Kirchen und traditionelle Dörfer verbindet. Die Route ehrt den Heiligen Rosendo und führt durch abwechslungsreiche Landschaften mit sanften Hügeln, Kiefernwäldern und Flusstälern; sie bietet kulturelle Sehenswürdigkeiten und eine ruhige Alternative zu den großen Jakobswegen.

Distanz
240
km
Dauer
8-12
Tage
Aufstieg
3800
m

Über den Camino de San Rosendo

Der Camino de San Rosendo ist ein Pilgerweg mit tiefem historischen Fundament, der sich über 240 Kilometer durch das Herz Galiciens erstreckt und dabei antike römische Straßen wie die Via Nova nachvollzieht. Dieser Weg verbindet das Benediktinerkloster San Rosendo in Celanova, wo der heilige Rosendo im 10. Jahrhundert starb und begraben liegt, mit dem Bischofssitz Mondoñedo an der kantabrischen Küste.

Im Gegensatz zu den stark frequentierten Jakobswegen bietet der Camino de San Rosendo eine intimere Erfahrung: Pilger wandern durch authentische galizische Dörfer wie Guimarães und Braga, vorbei an visigotischen Kirchen wie Santa Comba und über Steinbrücken, die Jahrhunderte überdauert haben. Die Route folgt nicht nur spirituellen Zielen, sondern auch den Spuren des heiligen Rosendo, der als Friedensstifter und Verteidiger Galiciens verehrt wird und dessen Vermächtnis in den romanischen Klöstern und Kapellen entlang des Weges lebendig bleibt. Die Landschaft wechselt kontinuierlich: von den sanften Hügeln der Terras de Bouro über dichte Kiefern- und Eukalyptuswälder bis hin zu den grünen Flusstälern des Masma und Barbadás, wo die Natur eine fast meditative Stille bewahrt hat.

Dies ist ein Weg für diejenigen, die die galizische Kultur, regionale Gastronomie und das Gefühl authentischer Pilgerschaft ohne Massentourismus suchen.

christlich kulturell landschaft rural

Beste Reisezeit

Optimale Bedingungen in Gerês-Xurés Biosphärenreservat mit mildem Wetter, blühenden Landschaften und weniger Radfahrer auf schwierigen Etappen.

Mär Apr Mai Sep Okt

Meiden: Sommer wegen extremer Hitze in Eukalyptuswäldern und Regen im Winter auf unbefestigten Wegen

Klima

Frühling Ideal für Wanderungen
Sommer Warm, teils heiß
Herbst Angenehm, goldene Farben

Highlights

Kloster San Rosendo in Celanova

Das Benediktinerkloster ist das spirituelle Herzstück des Weges und beherbergt die Grabstätte des heiligen Rosendo aus dem 10. Jahrhundert. Die beeindruckende romanische Architektur und der ruhige Innenhof bieten einen Moment der Kontemplation, bevor oder nachdem Pilger die Route absolvieren. Das Kloster ist bis heute aktiv und vermittelt einen authentischen Eindruck mittelalterlichen Klosterlebens.

Visigotische Kirche Santa Comba

Diese außergewöhnliche visigotische Kirche aus dem 7. Jahrhundert steht am Rande des archäologischen Platzes Aquis Querquennis und ist eines der ältesten religiösen Bauwerke Galiciens. Die schlichte, aber elegante Architektur mit ihren charakteristischen Bögen zeigt die künstlerische Raffinesse der Visigoten und verbindet Pilger direkt mit über 1.400 Jahren Geschichte.

Archäologische Stätte Aquis Querquennis

Das römische Militärlager Aquis Querquennis liegt strategisch an der alten Via Nova und war ein wichtiger Knotenpunkt zur Zeit der römischen Besatzung. Die Ausgrabungen offenbaren Grundmauern, Artefakte und die Infrastruktur eines Lagers, das die Route zwischen Porto und Lugo kontrollierte und heute Pilger unmittelbar in die römische Vergangenheit Galiciens versetzt.

Flusstäler von Masma und Barbadás

Diese grünen Flusstäler bilden die natürliche Seele des Weges mit dichten Wäldern, Wiesen und dem beruhigenden Rauschen der Bäche. Besonders der Masma-Fluss begleitet Pilger bis zur kantabrischen Küste in Foz und schafft eine kontinuierliche Verbindung zur Natur, während die Vegetation von Erdbeerbäumen und Eichen die landschaftliche Vielfalt unterstreicht.

Mondoñedo Kathedrale

Die Kathedrale von Mondoñedo mit ihrer gotischen Architektur dominiert die Stadt und markiert einen Wendepunkt auf dem Weg zur Küste. Die enge mittelalterliche Altstadt mit typischer nordwestspanischer Architektur bewahrt das Flair einer authentischen bischöflichen Stadt, die seit Jahrhunderten Pilger und Gläubige anzieht.

Foz an der kantabrischen Küste

Der Endpunkt des Weges an der Mündung des Masma-Flusses in die kantabrische See bietet einen emotionalen Abschluss der Pilgerreise. Von hier aus können Pilger die Aussicht auf das Meer, die Foz-Ria und die Basilika San Martín de Mondoñedo genießen, die auf den Klippen thront und den Übergang von der spirituellen Reise zur physischen Welt markiert.

Heißquellen von As Burgas in Ourense

Diese natürlichen Thermalquellen in Ourense waren bereits den Römern bekannt und werden seit Jahrhunderten für ihre heilenden Eigenschaften gegen Hautkrankheiten, Rheuma und Arthritis geschätzt. Sie bilden einen perfekten Erholungspunkt am südlichen Ende des Weges und verbinden antike Wellness-Traditionen mit modernem Komfort.

Vilanova dos Infantes mit Mittelalterlichem Turm

Dieses kompakt erhaltene Dorf aus dem späten Mittelalter zeigt authentische galizische Architektur mit seinem charakteristischen Wehrturm. Das Zentrum beherbergt ein Museum, das die bedeutendsten Wahrzeichen der Grafschaft Celanova dokumentiert, und von der oberen Terrasse bieten sich spektakuläre Ausblicke auf die umliegende Landschaft.

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