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Camino de San Salvador

Der Camino de San Salvador verbindet die Kathedrale von León mit der Kathedrale von Oviedo und führt in etwa 120 km über die Ausläufer der Kantabrischen Berge. Ein historisch-christlicher Pilgerweg mit abwechslungsreicher Landschaft, markanten Bergpässen und reichen kulturellen Zeugnissen.

Distanz
120
km
Dauer
4-6
Tage
Aufstieg
2500
m

Über den Camino de San Salvador

Der Camino de San Salvador ist eine der ältesten und spirituell tiefsten Pilgerwegen Spaniens, die León mit der asturischen Hauptstadt Oviedo über 120 Kilometer verbindet. Im Gegensatz zu den populäreren Routen des Jakobsweges folgt dieser Weg einer eigenständigen Pilgertradition, die bis ins 8. Jahrhundert unter König Alfonso II.

zurückreicht – einer Zeit, als Oviedo das Zentrum des christlichen Widerstands gegen die muslimische Besatzung war. Der Weg führt durch die dramatischen Ausläufer der Kantabrischen Bergkette, insbesondere über den Puerto de Pajares, wo Pilger auf über 1.300 Metern Höhe zwischen Asturien und León wandeln. Was diesen Weg einzigartig macht, ist sein doppelter spiritueller Zweck: Pilger besuchen nicht nur die monumentale Kathedrale von Oviedo mit ihrer Cámara Santa, die eine der bedeutendsten Reliquiensammlungen Europas beherbergt – darunter das Heilige Tuch von Turin – sondern erleben auch eine weniger überlaufene, authentischere Pilgererfahrung als auf dem Camino Francés.

Das mittelalterliche Sprichwort "Wer nach Santiago geht, aber nicht zum Salvador, besucht den Knecht und vergisst den Herrn" verdeutlicht die historische Bedeutung dieser Route. Unterwegs durchqueren Pilger traditionelle asturische Dörfer, passieren romanische Kirchen und Klöster, die seit Jahrhunderten Wanderer beherbergen, und erleben Berglandschaften, die von grünen Wiesen zu felsigen Höhenzügen wechseln. Die Route bietet eine perfekte Balance zwischen anspruchsvoller Bergwanderung und kulturellem Eintauchen in die mittelalterliche Geschichte Nordspaniens.

christlich bergig kulturell landschaft

Beste Reisezeit

Weniger Schnee in Bergen wie Collada del Coito (1568 m), trockene Pfade in Kantabrischer Kordillere, optimale Sicht auf Panoramen.

Mai Jun Jul Aug Sep Okt

Meiden: November bis April wegen Schnee und Eis auf Hochplateaus oberhalb 800 m

Klima

Frühling Ideal für Wanderungen
Sommer Warm, teils heiß
Herbst Angenehm, goldene Farben

Highlights

Kathedrale von León

Der Ausgangspunkt des Camino de San Salvador an der Plaza de San Marcos in León, wo sich die Bifurkation vom Camino Francés befindet. Die gotische Kathedrale 'Pulchra Leonina' aus dem 13. Jahrhundert ist ein Meisterwerk der spanischen Architektur mit beeindruckenden Rosettenfenstern und Buntglasfenstern.

León

Puerto de Pajares

Der Hauptpass der Route auf 1.379 Metern Höhe, der die dramatische Grenze zwischen León und Asturien markiert. Dieser Gebirgspunkt bietet spektakuläre Panoramablicke über die Kantabrischen Berge und ist das Herzstück der landschaftlichen Erfahrung des Weges.

Kantabrische Berge

Kloster von San Andrés de Vega

Ein mittelalterliches Benediktinerkloster, das seit dem 10. Jahrhundert Pilger beherbergt und noch heute als spirituelle Station dient. Die romanische Architektur und die ruhige Lage im Tal machen es zu einem Ort der inneren Einkehr.

Vega de los Arboles

Mieres del Camín

Diese historische Bergbaustadt trägt den Namen 'del Camín' (des Weges) als Zeugnis ihrer Bedeutung als mittelalterliche Pilgerstation. Die Stadt ist ein Beispiel für die enge Verbindung zwischen der Jakobäischen Tradition und der lokalen Identität Asturiens.

Mieres

Cámara Santa in der Kathedrale von Oviedo

Das Ziel des Weges: eine Kammer in der Kathedrale von Oviedo, die seit 1075 eine der wichtigsten Reliquiensammlungen Europas beherbergt, darunter das Heilige Tuch und Reliquien von Heiligen aus ganz Spanien. König Alfonso II. ließ diese Schatzkammer errichten, um religiöse Artefakte vor der muslimischen Invasion zu schützen.

Oviedo

Puente Románico von Olloniego

Eine wunderbar erhaltene romanische Brücke aus dem Mittelalter, die den Fluss überquert und ein Symbol der technischen Meisterschaft mittelalterlicher Baumeister darstellt. Die Brücke führt direkt in die letzte Etappe vor Oviedo.

Olloniego

Fuente Barroca de los Llocos

Eine barocke Brunnenanlage mit historischer Bedeutung, die sich kurz vor Oviedo befindet und traditionell als Erfrischungspunkt für Pilger diente. Der Name 'der Verrückten' deutet auf lokale Legenden und Volksgeschichten hin.

Nähe Oviedo

La Robla

Die erste Etappe endet in dieser kleinen Stadt nach 27 Kilometern, die trotz ihrer modernen Kohle-Kraftwerk-Industrie ein wichtiger historischer Pilgerort ist und traditionelle asturische Architektur bewahrt.

La Robla

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