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Camino Lebaniego

Der Camino Lebaniego verbindet die Küste Kantabriens mit dem heiligen Kloster Santo Toribio de Liébana; auf ca. 72 km durchquert er Küstenabschnitte, Bergtäler und historische Dörfer und gilt als kurze, spirituelle Ergänzung zum Jakobsweg.

Distanz
72
km
Dauer
2-4
Tage
Aufstieg
2200
m

Über den Camino Lebaniego

Der Camino Lebaniego ist eine der geheimnisvollsten Pilgerwege Spaniens – ein rund 72 Kilometer langer Weg, der von der kantabrischen Küste bei San Vicente de la Barquera ins bergige Hinterland Richtung Liébana führt und im Kloster Santo Toribio de Liébana endet. Was diesen Weg von anderen Jakobswegen unterscheidet, ist seine kompakte Intensität: In nur 3–4 Tagen durchquert der Pilger ein komplettes Ökosystem – von den Sandstränden und dem Fischereihafen der Nordküste über üppige grüne Täler bis zu den dramatischen Berglandschaften am Rand der Picos de Europa. Das Ziel, das Kloster Santo Toribio de Liébana, beherbergt das Lignum Crucis (eine bedeutende Kreuzreliquie) und besitzt ein eigenes Heiliges Jahr, das Año Jubilar Lebaniego: Es wird gefeiert, wenn der Gedenktag des Heiligen Toribio (16.

April) auf einen Sonntag fällt, und ist mit besonderen Ablässen und Pilgertraditionen verbunden. Diese Route ist nicht überlaufen wie der Camino Francés; Pilger berichten von authentischen Begegnungen mit Einheimischen und von stillen, grünen Landschaften. Die Wegführung ist in der Regel zuverlässig markiert durch regionale Wegweiser/Markierungen des Camino Lebaniego (häufig rot/weiß bzw.

mit Kreuz-Symbolik) und punktuell durch gelbe Pfeile dort, wo Verbindungen zu Jakobswegen oder gemeinsame Abschnitte bestehen; zusätzlich gibt es Varianten, etwa den 2014 eingeweihten Weg entlang des Nansa-Flusses als Alternative zur traditionellen Route über Gandarilla und Bielva.

christlich landschaft küste bergig

Beste Reisezeit

Weniger Winter-Einsamkeit und Geschäfte geöffnet, wie Start am 13.9.2018 erlebt – ideale Bedingungen für Berglandschaft.

Apr Mai Sep Okt

Meiden: Winter (geschlossene Dörfer, kaum Geschäfte)

Klima

Frühling Ideal für Wanderungen
Sommer Warm, teils heiß
Herbst Angenehm, goldene Farben

Highlights

San Vicente de la Barquera – Der Ausgangspunkt an der Küste

Das kantabrische Fischerdorf markiert den Beginn des Weges und bietet einen dramatischen Kontrast: Unmittelbar nach den Sandstränden sind bereits die schneebedeckten Gipfel der Picos de Europa am südlichen Horizont zu sehen. Die mittelalterliche Altstadt mit ihrer Burganlage und der Kirche Santa María de los Ángeles liegt direkt an der Küste und dient als perfekte Einstimmung auf die kommende Bergwelt.

Mirador Santa Catalina – Der spektakuläre Aussichtspunkt

Dieser Aussichtspunkt bietet eine grandiose Fernsicht auf die Picos de Europa und das enge Tal hinab, durch welches der Wanderweg führt. Der Platz ist perfekt für eine Pause und um die Reise fotografisch festzuhalten – ein Wendepunkt im Weg, von dem aus die Berglandschaft ihre volle dramatische Kraft offenbart.

Iglesia Santa María de Lebeña – Mozarabische Architektur des 10. Jahrhunderts

Diese im 10. Jahrhundert errichtete Kirche ist ein besonderes Zeugnis der mozarabischen Architektur und liegt strategisch mitten in der Natur, umgeben von senkrechten Bergwänden. Sie erinnert an die Zeit, als diese unzugänglichen Gebiete ein Zufluchtsort für Christen waren, während die Iberische Halbinsel unter maurischer Besatzung stand.

Kloster Santo Toribio de Liébana – Das spirituelle Ziel

Das im 6. Jahrhundert im romanischen Stil erbaute Kloster ist eines der größten katholischen Heiligtümer der Welt und beherbergt das Lignum Crucis – das angeblich größte bekannte Stück des Kreuzes Jesu, das aus Jerusalem hierher gebracht wurde. Es ist einer von nur fünf Orten auf der Welt, an denen die vollständige Vergebung der Sünden (Jubeljahr) gewährt werden kann.

Das Liébana-Tal – Grüne Hügel und alte Wälder

Der erste Teil der Etappe von Cicera nach Cabañes führt durch einen Eichen- und Buchenwald mit einigen über 1000 Jahre alten Bäumen – ein botanisches Heiligtum. Der Weg schlängelt sich durch blühende Wiesen, vorbei an grasenden Kühen, Wasserfällen und kleinen Seen mit Holzbrücken, wo Apfel- und Birnbäume am Wegesrand zum Naschen einladen.

Picos de Europa – Die alpine Bergkette

Diese geschützte Bergkette mit ihren schroffen Felsen, tiefen Schluchten und kristallklaren Flüssen bildet das Herzstück der Landschaft. Je näher Pilger den Picos kommen, desto dramatischer wird das Terrain – ein visueller Höhepunkt, der von zahlreichen Aussichtspunkten entlang der Route bewundert werden kann.

Torre del Infantado und die Dörfer Osorio, Canseco, Linares

Diese traditionellen Dörfer auf der letzten Etappe zum Kloster bieten Einblicke in das authentische ländliche Spanien, das nur wenige Touristen besuchen. Die Einheimischen sind nicht an Pilger gewöhnt und heißen Besucher mit aufrichtiger Gastfreundschaft willkommen – ein Fenster in ein echtes Spanien.

Der Nansa-Fluss – Der grüne Pfad

Der 2014 neu eingeweihte Weg entlang des Flusses Nansa führt durch Serdio, Muñorrodero und Cabazón und ist eine Alternative zur traditionellen Route. Der Flussweg bietet eine intimere Verbindung zur Natur und folgt dem kristallklaren Wasser durch das grüne Hinterland.

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