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Fränkischer Jakobsweg

Der Fränkische Jakobsweg ist ein ca. 180 km langer Jakobsweg durch Nordbayern, der Würzburg mit Dinkelsbühl verbindet. Er führt durch Taubertal, Weinberge und historische Orte wie Rothenburg ob der Tauber und bietet gute Infrastruktur für mehrtägige Pilger.

Distanz
155
km
Dauer
6-9
Tage
Aufstieg
2300
m

Über den Fränkischer Jakobsweg

Der Fränkische Jakobsweg führt auf rund 180 Kilometern durch Mainfranken, Tauberfranken und Westmittelfranken von Würzburg nach Dinkelsbühl, häufig in einer Linienführung über das Taubertal und Rothenburg ob der Tauber. Die Route verbindet Weinorte, Flusstäler und historische Städte und orientiert sich an regional überlieferten Pilger- und Handelswegen, die in der Neuzeit als Jakobsweg wieder markiert wurden. Würzburg ist mit Dom und Residenz ein bedeutender kultureller Auftakt; von dort geht es über das Maintal in Richtung Tauber, wo sich die Landschaft zwischen Weinbergen, Feldern und bewaldeten Höhenzügen abwechselt. Rothenburg ob der Tauber gilt mit Stadtmauer, Altstadt und der Jakobskirche (u.

a. mit dem Heiligblut-Altar von Tilman Riemenschneider) als zentraler Etappenort. Das Ziel Dinkelsbühl an der Wörnitz bietet mit seiner nahezu vollständig erhaltenen historischen Stadtanlage einen stimmungsvollen Abschluss. Die Pilgerreise ist je nach Etappeneinteilung in etwa 6–9 Tagen machbar und eignet sich für Geher mit mittlerer Kondition.

Markierungen mit der Jakobsmuschel sind vielerorts vorhanden, dennoch sind Karten oder GPX-Tracks hilfreich, da lokale Varianten möglich sind. Insgesamt bietet der Weg eine ruhige, gut organisierbare Pilgererfahrung mit dichter Kultur- und Landschaftsfolge in Franken.

christlich kulturell landschaft

Beste Reisezeit

Mai/Juni bieten lange Tage und meist moderate Temperaturen; September ist oft stabil und weniger überlaufen, besonders in Rothenburg und Dinkelsbühl.

Mai Jun Sep Okt

Meiden: Hochsommer (Juli–August) wegen Hitze und hohem Besucherandrang in den touristischen Orten; Winter wegen möglicher Vereisung/Schnee und eingeschränkter Infrastruktur.

Klima

Frühling Ideal für Wanderungen
Sommer Warm, teils heiß
Herbst Angenehm, goldene Farben

Highlights

Würzburger Residenz und Jakobskirche

Die barocke Fürstbischöfliche Residenz Würzburgs ist ein UNESCO-Weltkulturerbe und eines der bedeutendsten Barockschlösser Europas, erbaut von 1744-1780. Die Jakobskirche, der traditionelle Startpunkt des Weges, beherbergt die Muschel-Symbole und ist seit dem Mittelalter ein wichtiger Pilgerstützpunkt. Von hier aus blicken Pilger über die Main-Ebene und beginnen ihre südwärts führende Reise.

Taubertal und Ochsenfurt

Die erste Etappe führt durch das malerische Taubertal mit seinen Weinbergen und fränkischen Dörfern nach Ochsenfurt, einer charmanten Kleinstadt mit gut erhaltenen Fachwerkhäusern und der St.-Andreas-Kirche. Das Tal ist bekannt für seine sanften Hügel und die typisch fränkische Landschaftsästhetik, die sich über Generationen hinweg kaum verändert hat.

Rothenburg ob der Tauber - Mittelalterliche Perfektion

Rothenburg ist das kulturelle Herzstück des Weges mit seiner vollständig erhaltenen Stadtmauer aus dem Mittelalter und der imposanten Jakobskirche, die den berühmten Heiligblut-Altar von Tilman Riemenschneider aus dem 15. Jahrhundert beherbergt. Die Stadt war ein bedeutender Etappenort für mittelalterliche Pilger und ist heute eine der am besten erhaltenen mittelalterlichen Städte Deutschlands.

Dinkelsbühl - Pilgerstadt an der Wörnitz

Dinkelsbühl ist eine weitere gut erhaltene mittelalterliche Stadt mit Stadtmauern, Türmen und traditioneller Architektur, die sich an der Wörnitz erstreckt. Die Stadt ist ein historischer Knotenpunkt für Pilgerwege und Handelsrouten und bietet Pilgern eine authentische Übernachtungsmöglichkeit mit lokalen Gasthöfen und Herbergen.

Schwäbische Alb - Wacholderheiden und Hochebenen

Die südlichen Etappen führen durch die charakteristische Landschaft der Schwäbischen Alb mit ihren Wacholderheiden, Kalksteinformationen und weiten Ausblicken. Diese Hochebene bietet eine völlig andere Landschaftserfahrung als das Taubertal – offene, windarme Höhenlagen mit Fernblicken bis zu den Alpen.

Wallhausen und die Übergangszone

Wallhausen markiert den Übergang von der fränkischen Weinregion in die schwäbische Alb und ist ein wichtiger Etappenort nach Rothenburg. Der Ort zeigt die kulturelle Vermischung beider Regionen und bietet Pilgern einen ruhigen Platz zum Verweilen.

Fränkische Weinberge bei Ochsenfurt und Uffenheim

Die Etappen zwischen Würzburg und Rothenburg führen durch die berühmten fränkischen Weinberge, wo seit Jahrhunderten Silvaner und Müller-Thurgau angebaut werden. Diese Landschaft prägt die fränkische Identität und bietet Pilgern authentische Begegnungen mit Winzern und lokalen Weinstuben.

Uffenheim - Historische Pilgerstation

Uffenheim ist eine historische Pilgerstadt mit der Spitalkirche St. Jakob, die als Etappenort für Pilger auf dem Weg nach Santiago de Compostela diente. Die Stadt bewahrt die Pilgerherbergs-Tradition und ist ein wichtiger kultureller Knotenpunkt zwischen Bamberg und Rothenburg.

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