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Harzer Klosterwanderweg

Der Harzer Klosterwanderweg ist ein ca. 95 km langer Pilger- und Kulturweg am Nordharz, der von Goslar (Neuwerkkirche) bis Halberstadt (Kloster Burchardi/Domumfeld) führt und historische Klöster, Stifte und Kirchen verbindet. Die Route verläuft durch Wälder, Täler und Fachwerkorte und eignet sich für 5–7 Etappen.

Distanz
95
km
Dauer
3-5
Tage
Aufstieg
2600
m

Über den Harzer Klosterwanderweg

Der Harzer Klosterwanderweg ist ein rund 95 Kilometer langer Pilger- und Kulturweg am Nordrand des Harzes, der von Goslar (Neuwerkkirche) über Kloster- und Kirchenorte im Harzvorland bis nach Halberstadt (Kloster Burchardi/Domumfeld) führt.

Je nach gewählter Etappeneinteilung (häufig 5–7 Tagesetappen) verbindet er bedeutende Stationen der mittelalterlichen Kloster- und Stiftslandschaft mit abwechslungsreichen Natur- und Kulturräumen: sanfte Hügel des Harzvorlandes, Waldpassagen am Harzrand, Fachwerkstädte sowie markante geologische Formationen wie die Teufelsmauer bei Blankenburg.

Unterwegs erleben Wanderer und Pilger die Spiritualität geweihter Orte als gelebte Geschichte – von romanischen Kirchenräumen über Klosteranlagen bis zu stillen Rastpunkten – und können die Route flexibel als mehrtägige Pilgerwanderung oder in kürzeren Abschnitten gehen.

christlich landschaft kulturell bergig

Beste Reisezeit

Wärmeres, stabileres Wetter, längere Tageslichtstunden, viele Klöster und Kirchen bieten Führungen und spirituelle Veranstaltungen in dieser Zeit; Wege an der Teufelsmauer und offene Kammwege sind dann weniger matschig und leichter begehbar.

Mai Jun Jul Aug Sep

Meiden: Dezember–Februar (Wintermonate) wegen möglicher Schnee-/Eisfelder auf kammigen Strecken, geschlossenen Klosterangeboten und kürzeren Öffnungszeiten; außerdem nach längeren Regenperioden kurzfristig die Teufelsmauer-Passagen meiden.

Klima

Frühling Ideal für Wanderungen
Sommer Warm, teils heiß
Herbst Angenehm, goldene Farben

Highlights

Neuwerkkirche Goslar

Die ehemalige Klosterkirche mit reiner romanischer Bausubstanz aus dem 12. Jahrhundert markiert den Startpunkt des Klosterwanderweges im Zentrum der alten Kaiserstadt Goslar. Die Kirche ist ein Meisterwerk der Romanik und zeigt die handwerkliche Kunstfertigkeit des Mittelalters. Von hier aus führen optimierte Wegeführungen über die Fußgängerbrücke hinein in die erste Etappe des Pilgerweges.

Kloster Wendhusen

Diese karolingerzeitliche Klosteranlage ist die älteste auf dem Gebiet des heutigen Sachsen-Anhalt und geht auf das 9. Jahrhundert zurück. Der beeindruckende Westriegel wurde bereits kurz vor 1200 errichtet, 1540 wurde das Kloster in ein Rittergut umgewandelt. Heute ist die Anlage Sitz der Nordharzer Altertumsgesellschaft mit Vortragsreihen, Führungen und traditionellem Bogenschießen.

Teufelsmauer bei Blankenburg

Diese einzigartige geologische Felsformation ist eine der grandiosesten Natursehenswürdigkeiten des Harzes und bietet während der etwa 10 Kilometer langen Etappe über den Südhangweg belohnende Aussichten. Die Teufelsmauer fasziniert mit ihren markanten Sandsteinfelsen und wildromantischen Bachläufen, die sich in die Landschaft eingraben.

Stiftskirche St. Cyriakus in Gernrode

Diese bedeutende Stiftskirche ist ein Juwel der romanischen Architektur und liegt an einem zentralen Punkt des Klosterwanderweges. Die Kirche beeindruckt mit ihrer gotischen Architektur und ihrer spirituellen Ausstrahlung als einer der vielen kirchlichen Kleinode, die Pilger auf ihrer Reise entdecken.

Kloster Ilsenburg

Ab diesem Kloster wird der Wanderweg bergig und führt in den imposanten Harzer Wald mit Sandsteinfelsen und wildromantischen Bachläufen ein. Kloster Ilsenburg markiert den Übergang vom nördlichen Harzvorland in die bergigeren Regionen des mittleren Harzes und ist ein wichtiger Orientierungspunkt für Pilger.

Barocke Gärten Blankenburg

In der Blütenstadt Blankenburg empfiehlt sich ein Abstecher zu den beeindruckenden barocken Gärten, die eine architektonische Besonderheit der Region darstellen. Diese kunstvoll gestalteten Gärten bieten Ruhe und Schönheit und laden zum Verweilen ein, bevor es auf den Südhangweg unterhalb der Teufelsmauer geht.

Kloster Burchardi in Halberstadt

Das Kloster Burchardi in Halberstadt ist das Endziel des Harzer Klosterwanderweges und steht neben dem beeindruckenden Dom und Domschatz. Diese karolingerzeitliche Anlage verkörpert die Kontinuität geistlichen Lebens vom 9. Jahrhundert bis in die Gegenwart und bietet Pilgern einen würdigen Abschluss ihrer Reise.

Flusslandschaften an Oker, Ecker und Bode

Diese drei Flusslandschaften durchziehen den Harzer Klosterwanderweg und schaffen romantische Momente mit wildromantischen Bachläufen, fischreichen Klosterteichen und malerischen Fernsichten. Die Flusslandschaften sind nicht nur landschaftlich reizvoll, sondern auch historisch bedeutsam für die Versorgung und Wirtschaft der Harzer Klöster.

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