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Kumano Kodo – Ohechi

Der Ohechi-Zweig des Kumano Kodo ist ein historischer Küstenpilgerweg auf der Kii-Halbinsel, der Meeresblicke, Fischerdörfer und heilige Stätten verbindet. Er bietet eine Mischung aus spiritueller Kultur, abwechslungsreicher Küstenlandschaft und traditionellen Übernachtungsmöglichkeiten.

Distanz
140
km
Dauer
4-6
Tage
Aufstieg
3200
m

Über den Kumano Kodo – Ohechi

Der Ohechi-Zweig des Kumano Kodo folgt der Pazifikküste der Kii-Halbinsel und verbindet Tanabe (Tokei-jinja) mit dem Raum Nachikatsuura/Nachi (Kumano Nachi Taisha) auf einer insgesamt rund 140 Kilometer langen Pilgerreise. Im Vergleich zur populären Nakahechi-Route durch die Berge oder der anspruchsvollen Kohechi-Route über Hochpässe ist der Ohechi weniger alpin, aber keineswegs durchgehend „sanft“: Charakteristisch sind häufige, teils kurze und steile Anstiege/Abstiege zwischen Küstenorten, wechselnder Untergrund (Waldpfade, Stufen, Küstenpassagen) sowie Abschnitte auf Nebenstraßen.

Die Route führt durch Fischerdörfer und kleine Hafenstädte, vorbei an Minshuku und Ryokan, in denen Pilger oft Onsen zur Regeneration nutzen. Wer möchte, kann ab Nachikatsuura/Nachi per ÖPNV oder über passende Anschlusswege weiter nach Shingū (Kumano Hayatama Taisha) reisen.

Gerade die Kombination aus Meerblicken, lokaler Küstenkultur und der Nähe zu den heiligen Stätten von Kumano macht den Ohechi zu einer ruhigen, kontemplativen Alternative zu den stärker frequentierten Inlandrouten.

küste kulturell landschaft spiritualität

Beste Reisezeit

Milde Temperaturen, weniger Regen als Sommer, klare Küsten- und Waldblicke auf Ohechi.

Mär Apr Mai Okt Nov

Meiden: Sommer (Juni-September) wegen Taifunen und Starkregen an Nachi Falls

Klima

Frühling Ideal für Wanderungen
Sommer Warm, teils heiß
Herbst Angenehm, goldene Farben

Highlights

Tokei-Schrein in Tanabe

Der Startpunkt der Ohechi-Route in Tanabe, ein bedeutender Schrein, der als Eingangstor zur Kumano-Pilgerreise für westliche Pilger diente. Der Schrein markiert symbolisch den Beginn des spirituellen Aufbruchs und wird von Wanderern besucht, um Segen für ihre Reise zu erhalten.

Küstenpfade und Fischerdörfer

Die Route verläuft durch authentische Fischerdörfer entlang der Südwestküste der Kii-Halbinsel, wo traditionelle Häuser und Boothäuser das Bild prägen. Pilger erleben das tägliche Leben der Küstenbevölkerung und können frisch gefangenen Fisch in lokalen Restaurants genießen.

Kiefernwälder und Waldpassagen

Zwischen den Küstenabschnitten durchqueren Pilger dichte Kiefernwälder mit schattenreichen Pfaden, die Erholung von der Sonne bieten. Diese Waldabschnitte sind durchdrungen von der stillen Schönheit der japanischen Natur und dienen als Momente der inneren Einkehr.

Schroffe Klippenpfade mit Meerblicken

Der Ohechi bietet spektakuläre Abschnitte entlang von Klippen, wo Wanderer auf wechselndem Untergrund – von felsigen Pfaden bis zu sandigen Stränden – das Meer durchgehend sichtbar haben. Diese Passagen verbinden körperliche Herausforderung mit atemberaubenden Panoramen.

Onsen und heiße Quellen

Entlang der Route liegen mehrere natürliche heiße Quellen, wo Pilger traditionell baden, um sich zu reinigen und zu regenerieren – eine Praxis, die seit Jahrhunderten von Pilgern durchgeführt wird. Diese Onsen sind oft in kleinen Dörfern integriert und bieten authentische japanische Badeerlebnisse.

Fudarakusan-ji-Tempel

Der Endpunkt der Ohechi-Route, ein heiliger Tempel, der auf einer Landzunge über dem Meer thront und den spirituellen Abschluss der Pilgerreise markiert. Der Tempel ist ein bedeutendes Ziel der Kumano-Tradition und bietet einen feierlichen Abschluss der Wanderung.

99 Oji-Schreine als Wegweiser

Entlang der gesamten Kumano-Kodo-Pilgerrouten, einschließlich des Ohechi, säumen 99 kleinere Oji-Schreine den Weg als spirituelle Wegweiser und Schutzsymbole für wandernde Pilger. Diese Schreine markieren nicht nur die physische Route, sondern dienen auch als Momente der spirituellen Verbindung.

Alte Steinstatuen und Bildstöcke

Entlang der Pfade finden sich alte Steinstatuen und Bildstöcke, die Zeugnisse von Jahrhunderten von Pilgerfahrten sind. Diese historischen Artefakte erinnern Wanderer daran, dass sie auf denselben Wegen wandeln wie ihre Vorgänger über Generationen hinweg.

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