Über den Ostbayrischer Jakobsweg
Der Ostbayrische Jakobsweg ist eine rund 271 km lange Pilgerroute, die an der tschechischen Grenze bei Eschlkam beginnt und durch den Bayerischen Wald über Regensburg bis nach Donauwörth führt. Er verbindet naturnahe Etappen durch Wald- und Flusslandschaften mit bedeutenden historischen Städten und religiösen Stätten.
Die Strecke ist in der Praxis in etwa 10 bis 13 Tagen gut zu bewältigen und ist in Ostbayern als Teil des Jakobswegenetzes ausgeschildert. Charakteristisch ist der Wechsel von stillen Waldpassagen im Oberen Bayerischen Wald zu den kulturhistorischen Schwerpunkten in Regensburg sowie den Fluss- und Jurahöhen-Landschaften Richtung Altmühltal/Donau.
Beste Reisezeit
Wetter ist stabiler, Forst- und Auenwege sind weniger matschig, örtliche Pilgerinfrastruktur (Gastronomie, Kirchenöffnungszeiten, Fährverbindungen z. B. Weltenburg) ist regulär geöffnet; längere Tageslichtstunden erleichtern Etappenplanung insbesondere im Bayerischen Wald und Altmühltal.
Meiden: Tiefster Winter (Dez–Feb) wegen Schnee im Bayerischen Wald und geschlossenen Wegen sowie sehr nasser Übergangszeit im Spätwinter/Frühjahr; außerdem Starkregenperioden (Herbststürme) vermeiden, da Auenwege sumpfig werden können.
Klima
Highlights
Regensburg (UNESCO-Welterbe)
Regensburgs mittelalterliche Altstadt mit Dom St. Peter, Steinerner Brücke und Donauufer ist ein kultureller Schwerpunkt des Weges und bietet sehr gute Versorgungs- und Übernachtungsmöglichkeiten.
Regensburg, Donauuferregion
Bayerischer Wald / Eschlkam-Einstieg
Der Einstieg bei Eschlkam führt durch den Oberen Bayerischen Wald mit Waldwegen, Höhenrücken und kleinen Ortschaften; je nach Wetter können Forst- und Wiesenwege rutschig oder aufgeweicht sein.
Eschlkam bis Bad Kötzting, Landkreis Cham
Kelheim / Donaudurchbruch und Kloster Weltenburg (nahe Kelheim)
Die Passage am Donaudurchbruch mit dem Kloster Weltenburg zählt zu den landschaftlich eindrucksvollsten Abschnitten. Wege entlang der Donau können nach Regen matschig sein; in der Hauptsaison ist mit Ausflugsverkehr zu rechnen.
Kelheim / Donaudurchbruch, Ufer der Donau
Eichstätt und Bistumskultur
Eichstätt ist ein markantes geistliches Zentrum im Altmühltal mit Dom- und Klostertradition sowie einer dichten Kirchenlandschaft in Stadt und Umgebung.
Eichstätt, Altmühltal-Region
Ziel Donauwörth und Anschluss an weitere Wege
Donauwörth bildet das westliche Ziel der Route und eignet sich als Knotenpunkt für Weiterwege Richtung Augsburg sowie für die Rückreise per Bahn/ÖPNV.
Donauwörth, Donau-Lech-Mündung
Geschichte & Bedeutung
Die heutige Wegführung orientiert sich an regionalen Altstraßen, Kirchenwegen und historischen Verbindungen zwischen Marktorten und geistlichen Zentren in Ostbayern. Der Ostbayrische Jakobsweg wurde in der Neuzeit als markierte Pilgerroute wiederbelebt und als regionale Zubringerstrecke in das Jakobswegenetz eingebunden. Entlang der Route finden sich zahlreiche Jakobskirchen, Wallfahrtsorte und historische Stadtkerne, die die lange Tradition von Wallfahrt und Fernwegen in der Region widerspiegeln.
Kultur & Tradition
Kulturell prägen Kirchen, Kapellen, Wallfahrtsorte und historische Altstädte den Weg. In Regensburg bildet der Dom St. Peter mit der Altstadt einen zentralen Fixpunkt; im weiteren Verlauf sind Kloster- und Kirchenlandschaften an Donau und Altmühl wichtige Stationen. Für viele Pilger verbindet der Weg Naturerlebnis mit spiritueller Praxis (Stille, Einkehr, Gottesdienste, Pilgerstempel), wobei Öffnungszeiten und Stempelstellen je nach Ort und Saison variieren können.
Etappenplan
* Beispielhafte Einteilung
Tagesetappe
Tagesetappe
Tagesetappe
Tagesetappe
Tagesetappe
Tagesetappe
Tagesetappe
Tagesetappe
Tagesetappe
Tagesetappe
Tagesetappe
Tagesetappe
Höhenprofil
Besondere Herausforderungen
Insider-Tipps
Beste Reisezeit
Empfohlen
Ende Mai bis Anfang Oktober
Wetter ist stabiler, Forst- und Auenwege sind weniger matschig, örtliche Pilgerinfrastruktur (Gastronomie, Kirchenöffnungszeiten, Fährverbindungen z. B. Weltenburg) ist regulär geöffnet; längere Tageslichtstunden erleichtern Etappenplanung insbesondere im Bayerischen Wald und Altmühltal.
Meiden
Tiefster Winter (Dez–Feb) wegen Schnee im Bayerischen Wald und geschlossenen Wegen sowie sehr nasser Übergangszeit im Spätwinter/Frühjahr; außerdem Starkregenperioden (Herbststürme) vermeiden, da Auenwege sumpfig werden können.
Highlights
Wallfahrtskirche Neukirchen b. hl. Blut
Barocke Wallfahrtskirche mit Pilgerstempelmöglichkeit und traditionellem Andachtsort, wichtiges religiöses Ziel in den ersten Etappen (Eschlkam–Neukirchen).
Etappe 1–2 / Neukirchen b. hl. Blut
Regensburger Dom und Donauufer
Bedeutender gotischer Dom (Stempel möglich) und historisches Donauufer — zentraler kultureller Knotenpunkt auf dem Weg und beliebter Rastplatz für Pilger.
Etappe ~? / Regensburg (ca. 120 km ab Eschlkam)
Kloster Weltenburg und Donauengtal bei Kelheim
Barockes Kloster mit spektakulärer Lage im Donaudurchbruch; landschaftlich herausragender Abschnitt des Altmühltals und Donautals, oft als Höhepunkt zwischen Kelheim und Altmannstein genannt.
Etappe Kelheim–Weltenburg / Kelheim
Lokale Küche
Bayerischer Schweinsbraten / Brotzeit
Gasthof Neurandsberg (Ortsrand Neurandsberg) oder Gasthaus in Grafenwiesen (Etappenbereich Grafenwiesen–Bad Kötzting)
Regionale Hausmannskost nach einer langen Waldetappe — Pilger schätzen das Gasthaus Neurandsberg als verlässliche Einkehrmöglichkeit auf Etappe 4.
Donautal-Spezialitäten: Fischgerichte (z. B. Donauaal/Forelle)
Wirtshaus am Donaurand in Kelheim oder Gaststätte am Donaustrand bei Weltenburg (Kelheim–Weltenburg Bereich)
Frische Donaufische nach der Etappe Kelheim–Weltenburg genießen; viele Pilger kombinieren Klosterbesuch mit einer Einkehr am Donaurand.
Bayerischer Kuchen & Kaffee / Konditorei-Pause
Cafés in Bad Kötzting oder Regensburg (Altstadt-Cafés nahe Dom)
Nach dem Hohen Bogen oder vor Betreten der Regensburger Altstadt empfiehlt sich eine Konditoreipause — lokale Pilger loben das Angebot am Blaibacher See und in Regensburg als willkommene Energierast.
Praktische Informationen
Unterkunftsmöglichkeiten
- Pilgerherbergen / Klöster
- Gasthöfe, Pensionen und Hotels
Wegmarkierung
Der Weg ist überwiegend mit der Jakobsmuschel, gelben Pfeilen und örtlichen Wegweisern markiert; in Ortschaften führen zusätzliche Beschilderungen und Markierungen durch die Routen.
Geländebeschaffenheit
- Asphaltierte Orts- und Landstraßen
- Wald- und Forstwege
- Wiesen- und Feldwege mit leichten bis mäßigen Steigungen
Allgemeine Pilgertipps zu Ausrüstung, Gesundheit und Sicherheit findest du auf unserer Pilgertipps-Seite.