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Route des Abbayes

Rund 150 km lange Pilger- und Kulturroute in der Normandie, die historische Klöster, Küstenabschnitte und ruhige Landwege verbindet. Ideal für Pilger, Kulturtouristen und Naturfreunde.

Distanz
150
km
Dauer
5-7
Tage
Aufstieg
1200
m

Über den Route des Abbayes

Die Route des Abbayes durchzieht die Normandie auf einer Strecke von etwa 155 Kilometern und verbindet die bedeutendsten Klöster und Abteien dieser historisch reichen Region. Beginnend in Cerisy-la-Forêt führt der Weg über fünf Etappen bis zum Mont-Saint-Michel und erschließt dabei ein Netzwerk von 33 Abbayen, die vom Mittelalter bis heute Zeugnisse der normannischen Spiritualität und Architektur sind. Die Pilger begegnen auf diesem Weg romanischen Meisterwerken wie der Abbaye de Jumièges, die mit ihren 50 Meter hohen weißen Türmen als "die schönste Ruine Frankreichs" bekannt ist, sowie lebendigen Klostergemeinschaften wie der Abbaye de Saint-Wandrille, gegründet im 7.

Jahrhundert, wo benediktinische Mönche bis heute in gotischen Kreuzgängen beten. Unterwegs offenbaren sich die facettenreichen Landschaften der Normandie: tiefe Flusstäler der Seine, sanft hügelige Agrarlandschaften, Kreideküsten und schließlich die mythische Bucht des Mont-Saint-Michel. Was diese Route einzigartig macht, ist die Verbindung von architektonischer Grandeur mit gelebtem Glauben – viele Abbayen sind keine toten Museen, sondern aktive Orte des Gebets und der Kontemplation.

Die Etappen sind bewusst so gestaltet, dass Pilger täglich zwischen 25 und 35 Kilometern zurücklegen können, wobei zahlreiche Gîtes und lokale Unterkünfte entlang der Strecke Erholung bieten. Diese Wanderung ist weniger ein sportliches Abenteuer als vielmehr eine kulturelle Pilgerfahrt durch neun Jahrhunderte normannischer Geschichte.

christlich kulturell landschaft küste

Beste Reisezeit

Milderes Wetter, geringere Hitze auf den offenen Landes- und Pinienabschnitten, touristisch ruhiger als Juli–August; viele Gîtes und Tourist‑Infos sind zu dieser Zeit regulär geöffnet und Wege sind vegetationsmäßig gut passierbar.

Apr Mai Jun Sep Okt

Meiden: Hochsommer (Mitte Juli–August) wegen Hitze und reduzierter Schattenplätze sowie späte Herbst/Winter wegen verkürzten Servicezeiten in kleineren Unterkünften

Klima

Frühling Ideal für Wanderungen
Sommer Warm, teils heiß
Herbst Angenehm, goldene Farben

Highlights

Abbaye de Jumièges

Die Abbaye de Jumièges erhebt sich majestätisch an einer Flussschleife der Seine und trägt zu Recht ihren Beinamen "la plus belle ruine de France". Die beiden weißen Türme der Abteikirche ragen 50 Meter in die Höhe und sind von weitem sichtbar; die Ruinen spannen über neun Jahrhunderte Architekturgeschichte vom 7. Jahrhundert bis zur Französischen Revolution. Das Gelände bietet nicht nur architektonische Meisterwerke, sondern auch wunderbare Gärten und eine spirituelle Atmosphäre, die Besucher in die Vergangenheit versetzt.

Abbaye de Saint-Wandrille

Im 7. Jahrhundert gegründet, liegt diese Benediktinerabtei in einem idyllischen Vallon und beherbergt bis heute eine aktive Mönchsgemeinschaft. Der gotische Kreuzgang ist ein Meisterwerk der Klosterarchitektur, und Besucher können bei den gregorianischen Gesängen während der Gebetszeiten teilnehmen. Die Abtei verkörpert die Kontinuität des monastischen Lebens und bietet einen unmittelbaren Einblick in die spirituelle Tradition der Normandie.

Abbaye de Graville

Die Abbaye de Graville thront auf einem Hügel über der Hafenstadt Le Havre und verbindet romanische Architektur mit herrlichen Ausblicken auf die Seine und das Meer. Das ehemalige Priorat ist heute ein Museum für sakrale Künste und beherbergt wertvolle Statuen wie die "Vierge Noire" (Schwarze Madonna). Die wunderschönen französischen Gärten mit Blick auf den Fluss schaffen einen Ort der Kontemplation und Schönheit.

Abbaye de Saint-Georges de Boscherville

Diese romanische Abtei blickt auf fast 900 Jahre Geschichte zurück und besticht durch ihre perfekt erhaltene Abteikirche mit harmonischen Proportionen und charakteristischem normannischen Baustil. Die französischen Gärten mit Nutzgarten, Obstgarten und Heilkräuterbeeten zeigen das historische Leben der Mönche und bieten heute ein friedliches Refugium für Pilger.

Abbaye d'Hambye

Die Abbaye d'Hambye liegt idyllisch in der Landschaft der Manche und ist eine Etappenstation auf der Route. Die Ruinen der Abteikirche und die erhaltenen Gebäude erzählen von der Blütezeit dieser benediktinischen Gemeinschaft im Mittelalter. Der Ort bietet einen authentischen Eindruck von Klosterleben und ist umgeben von der typischen normannischen Bocage-Landschaft.

Vallée de la Vire und Roches de Ham

Von den Roches de Ham aus offenbaren sich panoramische Ausblicke auf die Vire-Tal-Landschaft – eine der schönsten Naturszenen der Normandie. Diese felsigen Erhebungen bieten nicht nur spektakuläre Fotomotive, sondern auch einen Moment der Einkehr inmitten unberührter Natur. Die grünen Hügel und Flusswindungen prägen das Landschaftserlebnis dieser Etappe.

Mont-Saint-Michel und die Bucht

Der Höhepunkt der Route ist die begleitete Durchquerung der Bucht zum Mont-Saint-Michel – ein legendärer Moment für jeden Pilger. Die mystische Insel mit ihrer Benediktinerabtei auf dem Gipfel ist seit Jahrhunderten ein Wallfahrtsziel und ragt dramatisch aus der Bucht empor. Diese letzte Etappe verbindet spirituelle Erfüllung mit einem der ikonischsten Naturschauplätze Europas.

Abbaye de la Lucerne d'Outremer

Diese Prämonstratenser-Abtei liegt in der Nähe der Bucht des Mont-Saint-Michel und ist seit ihrer Gründung im 12. Jahrhundert ein Ort der Spiritualität. Die Abteikirche mit ihrer gotischen Architektur und die klösterlichen Gebäude wurden liebevoll restauriert. Der Ort bietet eine letzte Gelegenheit zur Besinnung vor dem finalen Anstieg zum Mont-Saint-Michel.

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