Über den Vorarlberg-Weg
Der Vorarlberg-Weg ist ein etwa 63 km langer Pilger- und Wanderweg, der als Jakobsweg durch das malerische Vorarlberg führt und in Feldkirch endet.
Er verbindet historische Wallfahrtsrouten mit atemberaubender Alpenlandschaft, vorbei an Sakralbauten und kulturellen Highlights des Rheintals.
Besonders macht ihn die enge Verknüpfung mit der Tradition der Pilgerfahrten nach Einsiedeln und Santiago de Compostela, die seit dem Mittelalter Vorarlberger Pilger anzog und heute spirituelle Besinnung mit moderner Wanderkultur vereint.
Beste Reisezeit
Sommermonate bieten verlässlich offene Hochgebirgswege, weniger Schneereste auf Pässen (z. B. Silvretta/Rätikon-Abschnitte) und geöffnete Hütten/Gastronomie in Montafon und Brandnertal.
Meiden: Späte Herbst- und Wintermonate (Oktober–April) wegen Schneefall in Hochlagen, geschlossener Hütten und eingeschränkter Wege; frühes Frühjahr wegen Altschnee in Übergangsbereichen vermeiden.
Klima
Highlights
Wallfahrtskirche Viktorsberg
Die Bergkirche beherbergt seit dem 8. Jahrhundert die Reliquie des Papstes Viktor und war ein zentraler Pilgerort mit Überlieferungen aus römischer Zeit; Pilger hinterließen Jahrhunderte alte Inschriften an den Wänden.
Oberhalb von Röthis, Vorarlberg
Galluskapelle Scheidegg
Geweiht den Heiligen Magnus und Gallus, Aposteln des Allgäus; die Kapelle zeigt Szenen ihrer Verabschiedung und markiert einen Panoramaweg mit Rastplätzen und historischem Charme.
Scheidegg, Bayern (DE)
Ulrichskapelle
In Waldeinsamkeit gelegen, erreichte sie 1005 ihren ersten urkundlichen Hinweis; als höchster Punkt vieler Etappen bietet sie spirituelle Ruhe und beeindruckende Ausblicke.
Wald bei Vorarlberg
Feldkirch Altstadt
Endpunkt des Weges mit Zufluchtsorten für Einsiedler Mönche und die Schwarze Madonna im 18. Jahrhundert; reich an historischen Gebäuden und Pilgerherbergen.
Feldkirch, Vorarlberg
Geschichte & Bedeutung
Der Weg wurzelt in mittelalterlichen Pilgertraditionen, wobei der erste urkundliche Nachweis aus dem Jahr 1337 stammt: Ritter Thumb von Neuburg stellte einen Geleitbrief für Pilger nach Einsiedeln aus[1][2]. Im 8. Jahrhundert wurde die Reliquie des Papstes Viktor nach Viktorsberg gebracht, was Vorarlberg zu einem frühen Wallfahrtszentrum machte[1]. Ab dem Spätmittelalter umgingen viele Pilger aus dem Donauraum Vorarlberg Richtung Santiago, doch Einsiedeln blieb der wichtigste Ort; im 18. Jahrhundert fand die Schwarze Madonna vor französischen Invasionen Zuflucht in Feldkirch[1].
Kultur & Tradition
Kulturell steht der Weg für Buß-, Bitt- und Dankwallfahrten, die das Wir-Gefühl stärkten und Ängste vor Seuchen und Kriegen linderten[2]. Religiöse Bräuche wie das Engelweihfest in Einsiedeln und lokale Heiligenverehrung, etwa zu Sankt Viktor oder Gallus, prägen die Tradition[1][5]. Vorarlberger Handwerker wie Caspar Moosbrugger trugen zur barocken Pracht von Einsiedeln bei, was den kulturellen Austausch mit der Schweiz unterstreicht[2].
Etappenplan
* Beispielhafte Einteilung
Tagesetappe
Tagesetappe
Tagesetappe
Höhenprofil
Besondere Herausforderungen
Insider-Tipps
Beste Reisezeit
Empfohlen
Ende Juni bis Mitte September
Sommermonate bieten verlässlich offene Hochgebirgswege, weniger Schneereste auf Pässen (z. B. Silvretta/Rätikon-Abschnitte) und geöffnete Hütten/Gastronomie in Montafon und Brandnertal.
Meiden
Späte Herbst- und Wintermonate (Oktober–April) wegen Schneefall in Hochlagen, geschlossener Hütten und eingeschränkter Wege; frühes Frühjahr wegen Altschnee in Übergangsbereichen vermeiden.
Highlights
Lünersee
Hochalpiner Bergsee mit dramatischem Bergpanorama, oft genannt als sehenswerten Abstecher von Routen im Brandnertal/Montafon-Bereich
Abzweig/Etappe im Bereich Brandnertal / bei Lünersee
Versettla / Versettlaspitze und Versettlabach-Passagen
Panoramahöhenweg mit Blockfeldern und Aussicht auf das Ganeratal; charakteristische alpine Passage für die Region Montafon
Etappe um Gaschurn / St. Gallenkirch
Kanisfluh (Bregenzerwald)
Markante Bergformation mit Aussicht bis zum Bodensee; landschaftliches Wahrzeichen des Bregenzerwaldes und häufig in regionalen Wanderhighlights gelistet
Etappe / bei Weidealmen im Bregenzerwald
Lokale Küche
Kässpätzle / Vorarlberger Bergkäse
Alpe oder Gasthof in Thüringerberg / Käseverkauf an Alpila-Alpe (Region Hochgerach/Thüringerberg) bzw. Alpbetriebe im Bregenzerwald
Kombiniere mit einem Besuch einer Sennerei oder Alpila-Alpe, um frisch gereiften Vorarlberger Bergkäse zu probieren.
Forelle aus Vorarlberger Seen
Berggasthäuser rund um den Bodenseenähe-Bereich oder Restaurants in Bludenz
Lokale Gasthäuser in Bludenz (z. B. Traditionsbetriebe nahe Schloss Gayenhofen) bieten regionale Fischgerichte; prüfen, ob fangfrisch angeboten wird.
Riebel oder regionale Sennerei-Brotzeiten
Almhütten rund um Kanisfluh / Älpele-Einkehr im Bregenzerwald
Auf Almen oft hausgemachte Brotzeit mit regionalen Speck- und Käsesorten; ideal als Etappenstärkung vor Aufstiegen zur Kanisfluh.
Praktische Informationen
Unterkunftsmöglichkeiten
- Gasthäuser und Pensionen
- Berghütten / einfache Schutzunterkünfte
Wegmarkierung
Der Weg ist auf den meisten Abschnitten mit lokalen Wanderzeichen und Pilgersymbolen markiert; in Talabschnitten sind Route und Abzweige gut ausgeschildert.
Geländebeschaffenheit
- Wald- und Wiesenwege
- Forst- und Schotterwege
- Alpine Steige mit kurzen steilen Passagen
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