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Cammino del Salento

Der Cammino del Salento ist ein ca. 240 km langer Pilgerweg durch die südliche Spitze Apuliens, der Küstenlandschaften, barocke Städte und kleine Dörfer verbindet.

Distanz
99.9
km
Dauer
5-6
Tage
Aufstieg
2200
m

Über den Cammino del Salento

Der Cammino del Salento ist hier als Küstenroute von Otranto nach Santa Maria di Leuca dokumentiert (rund 100 Kilometer in 5 Etappen). Von der Kathedrale in Otranto führt der Weg entlang der adriatischen Steilküste über Badeorte und kleine Häfen wie Santa Cesarea Terme und Castro Marina bis in den äußersten Süden Apuliens.

Unterwegs wechseln sich felsige Küstenpfade, kurze Straßenpassagen und Abschnitte durch Olivenhaine ab; Höhepunkte sind u.a. der Leuchtturm von Punta Palascìa, die Buchten bei Porto Badisco, die Grotten- und Klippenlandschaften sowie der Sentiero delle Cipolliane am Ciolo.

Ziel ist Santa Maria di Leuca mit dem Santuario (Basilica) Santa Maria de Finibus Terrae, das als spiritueller Endpunkt am "Ende des Landes" gilt, wo Ionisches und Adriatisches Meer aufeinandertreffen.

küste kulturell landschaft spiritualität

Beste Reisezeit

Moderate Temperaturen, weniger Hitze als im Sommer, gute Beschilderung sichtbar, Schönheit des Salento in Ruhe genießbar mit 20-25 km/Tag.

Mär Apr Mai Sep Okt

Meiden: Sommer (Juni-August: extreme Hitze), Winter (Wind, Regen, wenige geschützte Rastplätze)

Klima

Frühling Ideal für Wanderungen
Sommer Warm, teils heiß
Herbst Angenehm, goldene Farben

Highlights

Lecce – Die Basilika di Santa Croce

Die Basilika di Santa Croce ist ein Meisterwerk des apulischen Barocks aus dem 16.-18. Jahrhundert mit einer überwältigend ornamentalen Fassade, die Hunderte von Steinmetzarbeiten aufweist. Der Palazzo dei Celestini daneben zeigt die weltliche Macht der Adligen parallel zur kirchlichen Autorität. Pilger beginnen hier ihre Reise an Porta Napoli, dem symbolischen Eingangstor zum historischen Zentrum.

Alimini-Seen und Baia dei Turchi

Diese zwei Süßwasserseen entstanden durch Karstquellen und sind ökologische Oasen in der trockenen Landschaft Salientos. Die Baia dei Turchi war historischer Ankerplatz für Piraten und Handelsschiffe und bietet heute einen der schönsten Sandstrände der Region mit kristallklarem Wasser.

Otranto – Die Kathedrale und das Aragonesische Schloss

Otrantos Kathedrale beherbergt das berühmte Mosaik des Baums des Lebens aus dem 12. Jahrhundert, ein Kunstwerk von welthistorischer Bedeutung. Das Aragonesische Schloss aus dem 15. Jahrhundert überblickt die Stadt und das adriatische Meer und erinnert an die Zeit, als Otranto ein strategischer Hafen zwischen Orient und Okzident war.

Santa Cesarea Terme – Die unterirdischen Höhlen

Diese Küstenstadt ist bekannt für ihre natürlichen Thermalquellen und ihre spektakulären Höhlen, die direkt aus dem Meer entstehen. Das Palazzo Sticchi zeigt die architektonische Eleganz des 19. Jahrhunderts, während die Höhlen Zeugnisse vorhistorischer Besiedlung sind.

Sentiero delle Cipolliane – Der historische Salzweg

Dieser 2,5 Kilometer lange Küstenpfad war seit Jahrhunderten die Route, auf der lokale Bevölkerung Salz und andere Waren transportierte. Die Cipolliane-Grotten entlang des Weges gehen bis in die Altsteinzeit zurück und zeigen Spuren menschlicher Besiedlung von vor über 10.000 Jahren.

Ciolo – Die Brücke über dem Fjord

Der Ciolo-Fjord ist ein spektakulärer Natureinschnitt mit einer 40 Meter hohen Brücke, die zwei Felsvorsprünge verbindet. Der Ort ist lokal als "Trampolin des Salento" bekannt, wo Mutige von den Klippen springen, und bietet einen der dramatischsten Ausblicke der gesamten Route.

Santa Maria di Leuca – Das Heiligtum De Finibus Terrae

Die Basilika De Finibus Terrae ("Heiligtum am Ende der Erde") thront auf einer Klippe 100 Meter über dem Meer, wo sich das ionische und adriatische Meer treffen. Die 284 Stufen hinauf zur Basilika sind seit der Antike ein Pilgerweg, und der Ort war bereits den Römern als heilig bekannt.

Galatina – Die Basilika di Santa Caterina d'Alessandria

Diese Basilika ist seit 1870 ein Nationaldenkmal und zeigt die Vermischung von westlicher und östlicher Kunsttradition in ihren Fresken und Mosaiken. Die Stadt Galatina war ein wichtiges Pilgerziel im Mittelalter und Zeugnis der kulturellen Vielfalt Salientos.

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