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Nidaros–Røros Path

Der Nidaros–Røros Path verknüpft die mittelalterliche Pilgertradition rund um den Nidaros-Dom in Trondheim mit der historischen Bergbaustadt Røros. Auf ca. 280 km durchquert die Route Wälder, Hochebenen und Nationalparkrandzonen und verbindet spirituelle Ziele mit norwegischer Kultur und rauer Landschaft.

Distanz
280
km
Dauer
9-14
Tage
Aufstieg
4000
m

Über den Nidaros–Røros Path

Der Nidaros–Røros Path verbindet zwei der bedeutendsten Orte norwegischer Geschichte: den Nidarosdom in Trondheim, das Grab des Heiligen Olav und Ziel skandinavischer Pilger seit 1031, mit der UNESCO-Weltkulturerbestätte Røros, einer einzigartigen Bergbaustadt aus dem 17. Jahrhundert. Diese 280 Kilometer lange Route folgt teilweise dem historischen Østerdalsleden, einem der wildesten und ursprünglichsten norwegischen Pilgerwege, der im Spätmittelalter rege begangen wurde.

Der Weg führt durch ein faszinierendes Mosaik aus Landschaften: Von den Ausläufern Trondheims verlaufen die ersten Etappen durch bewaldete Täler und malerische Flusstäler wie das Klaraelvdal, bevor die Route ins Hochland aufsteigt und die weiten Moorlandschaften und Fjellplateaus des Forollhogna-Gebiets erreicht. Unterwegs passieren Pilger historische Pilgersteine wie denjenigen bei Åkre in Rendalen, besuchen Orte mit mittelalterlichen Pilgertradditionen wie Tylldal und folgen denselben Wegen, die einst Gläubige von Vadstena in Schweden zum Grab des Heiligen Olav führten. Die Ankunft in Røros offenbart eine vollständig erhaltene Bergarbeiterstadt mit ihren charakteristischen roten Holzhäusern, kupfernen Bergbauanlagen und einer Atmosphäre, die Jahrhunderte norwegischer Bergbaugeschichte lebendig hält.

Für moderne Pilger bietet dieser Weg eine seltene Kombination: Die tiefe spirituelle Verbindung zu einem der wichtigsten christlichen Heiligtümer Skandinaviens, die Stille und Wildheit norwegischer Hochebenen, sowie die Begegnung mit lebendiger lokaler Kultur und Geschichte an jedem Tagesmärsch.

christlich kulturell landschaft bergig

Beste Reisezeit

Sommermonate bieten lange Tageslichtstunden, reduzierte Schneerisiken in höheren Lagen (Forollhogna, Fonnåsfjellet) und geöffnete lokalen Unterkünfte in Røros/Østerdalen; regionale Tourismusinfos und Etappenbeschreibungen empfehlen Sommer und Frühsommer/Herbst für sichere Begehung.

Jun Jul Aug

Meiden: Später Herbst bis Frühling (Oktober–Mai) wegen anhaltender Schneefelder, eisiger Abschnitte in höheren Lagen und eingeschränkter Infrastruktur in kleinen Ortschaften.

Klima

Frühling Ideal für Wanderungen
Sommer Warm, teils heiß
Herbst Angenehm, goldene Farben

Highlights

Nidarosdom in Trondheim

Der größte Sakralbau Skandinaviens wurde ab 1070 über dem Grab des Heiligen Olav errichtet, der 1030 in der Schlacht bei Stiklestad fiel. Die prachtvolle Kathedrale verbindet romanische und gotische Architektur und ist seit der Heiligsprechung Olavs 1031 das wichtigste Pilgerziel Skandinaviens. Tägliche Stundengebete und geistliche Musik laden Pilger zur Andacht ein.

Pilgerstein bei Åkre in Rendalen

Ein historischer Markierungsstein entlang des mittelalterlichen Pilgerpfades markiert einen bedeutenden Punkt auf der Route. Der Stein symbolisiert die Kontinuität der Pilgertradition und steht an einem Ort, an dem Wanderer seit Jahrhunderten ihre Reise fortsetzen.

Tylldal mit Pilgertradditionen

Dieses Tal ist bekannt für seine lange Geschichte als Pilgerstation und beherbergt traditionelle Bauernhöfe, die seit alters her Pilgern Nachtquartiere anboten. Die Gegend bewahrt authentische norwegische Bergbaukultur und ländliche Traditionen.

Vassfjellet mit Øyvindstjønna

Von dieser Höhe sahen mittelalterliche Pilger erstmals den Turm des Nidarosdoms – ein Moment der Erfüllung nach wochenlanger Wanderung. Im Mittelalter stand hier eine Kapelle als natürlicher Rastplatz, ähnlich dem Monte Gonzo beim Jakobsweg, von dem Santiago de Compostela erstmals sichtbar wird.

Forollhogna-Hochland

Die Route führt entlang der Ausläufern dieses wilden Gebirgsplateaus mit ausgedehnten Mooren, Fjelllandschaften und ursprünglicher Natur. Das Gebiet ist ein nationales Naturheiligtum mit spektakulären Panoramen und einer Flora und Fauna, die Pilger in die raue Schönheit Norwegens eintauchen lässt.

Røros – UNESCO-Weltkulturerbestätte

Die historische Bergbaustadt mit ihren charakteristischen roten Holzhäusern wurde 1644 gegründet und ist vollständig erhalten. Røros repräsentiert drei Jahrhunderte norwegischer Bergbaugeschichte und wurde 1980 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt, mit Kupferminen und Bergbauanlagen, die die Wirtschaftsgeschichte Norwegens prägen.

Klaraelvdal/Trysilelva-Tal

Der malerische Flusstäler im südlichen Abschnitt folgt der Route dem Lauf dieser Flüsse durch bewaldete Landschaften. Das Tal verbindet die Route mit den ursprünglichen Startpunkten des Østerdalsleden und bietet wechselnde Waldlandschaften mit Bächen und traditionellen Bauernhöfen.

Fonnåsfjellet

Dieses Fjellplateau markiert einen wichtigen Übergang vom südlichen Waldland zu den offenen Hochebenen. Die Route steigt hier zu höheren Lagen auf und eröffnet Weitblicke über die norwegische Landschaft, während Pilger die physische und spirituelle Dimension ihrer Reise intensivieren.

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